Trailrun Kilsbergen

Lange vorher geplant, das erste Rennen in der Nähe meiner neuen Wohnung sollte Kilsbergen Trailrun sein.

Am Vortag ging natürlich nichts so glatt wie gewünscht, und ich stieg erst am frühen Abend in meinen Wagen um.
Der stand friedlich in Helsingborg, und der Startort Ånnaboda liegt 80 km von „mir“ östlich, will heißen auch circa 480 km nördlich von Helsingborg.
Irgendwie hatte ich in weiser Voraussicht den Turnbeutel schon im Wagen deponiert. Also Bettzeug aus dem Lkw mit, und schlicht müde 100 km vor dem Ziel im VW Bus genächtigt.
Acht km vor dem Ziel gab es einen explosionsartigen Knall and es drank kurz fürchterlich…Lima und Servo ohne Funktion, und ein Klang wie Werkzeugkiste in der Waschmaschine im Schleudergang.
Mit ganz mulmigem  Gefühl dann auf die 14 km lange Strecke, was soll’s, da ist ein erstklassiger Campingplatz direkt neben.
Sobald es dann auf die Wurzel-und Steinpassagen ging, die 85 % des Kurses ausmachen, hatte ich eh nur den Trail im Kopf.

Oder weshalb guckt niemand zum Fotografen? ( Bilder mit ausdrücklicher Genehmigung vom Veranstaltet AH Events/ Kilsbergen Trailrun) Gar nicht so einfach, in dem Gewusel von schnellen Beinen auf den Wurzeln und Steinen zu erkennen, wie ich meinen nächsten Schritt lande, zum Glück war der Boden weitestgehend trocken.
Wenn ein Trailrun in einem Gebiet mit Skilift stattfindet, ist mit Höhenmetern zu rechnen. Bei km 12 konnten wir parallel dazu auf den höchsten Punkt kraxeln.
Ohne das hätte das noch unter 90 Minuten klappen können, grins, aber für den Kilometer brauchte ich fast 12 Minuten.
So kam ich dann als 32. Frau ins Ziel, das 300 erreichten, davon 91 weiblich.
Schade, hätte länger sein können, denn sobald ich geduscht hatte, musste ich mich um die verreckte Karre kümmern.
Mel