Einmal muss man in Biel laufen!

Unter diesem Motto machte ich mich am 12.6. auf den Weg Richtung Biel um mein Erster Ultralauf zu laufen.
Nach 4 Marathons in Malta, Rom, Weinstraße und Hamburg und 2 Ultra in Rodgau und Rennsteig als Vorbereitungsläufe, war ich gute Dinge dass es ein guter Lauf wird.
Auf dem Weg nach Biel machte ich ein Zwischenhalt am Bodensee und übernachtete in Friedrichshafen, von da ich am nächsten Tag ausgeruht weiter fuhr.
In Biel um 14 Uhr angekommen checkte ich meine Freundin im Hotel ein und wir gingen danach die Startnummer abzuholen. An der Abholung und den Startblock herrschte noch reges Treiben, aber es waren ja noch 6 Std. zum Start.
Nach der Abholung erholte ich mich noch paar Std. zum Start im Hotel. Wieder auf dem Weg zum Start überlegte ich mir meine Strategie zum Lauf mein 1. Ziel war zu Finishen und das 2. unter 10 Std. zu bleiben, auch wenn ich wusste, dass nach meine aktuelle Marathon Zeit von 3:29, laut Ultrabuch eine Zeit von 11.30 realistisch war.  War ich überzeugt es schneller zu können aber da es mein erster 100er war, konnte ich ja nicht einschätzen was für mich wirklich drin ist, nur das ich schon alles geben werde um bei den Lauf alles mögliche zu machen.
Um 22 Uhr war es dann soweit, der Start erfolgte pünktlich und ich machte mich auf den Weg.  Die Taktik war klar, solang wie möglich knapp über den 10er Schnitt in der Std. zu laufen.
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Die ersten 40 km liefen nach Plan, ich habe mich vom Start nicht hinreisen lassen und spulte meine Km wie ein Laufwerk ab und  bis dahin war ich  10 min. schneller  wie vorgenommen. Bei Km 60 bis 70 kam ein kleines tief,  aber noch bis Km 80 konnte ich mit einer Zeit unter 10 Std. liebäugen.
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Dann aber merkte ich, dass es schwer wird und bei Km 90 war es soweit, ich musste meine erste Gehpausen einlegen,  aber auch wusste ich ab da das es keine Zeit unter 10 Std. wird. Aber Finishen werde ich und das in keiner schlechten Zeit.
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Nach 10:07.15 war das Ziel erreicht  mein erste 100er gefinisht  und ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung, auch wenn es hart war, habe ich nie das Gefühl gehabt an meiner Grenze zu sein. Mit dem Gesamtplatz 116 von 1360 gestarteten und AK 35, kann ich sagen mein Einstand im Ultralauf war super.

Robert Cimander
funcimi@aol.com