Doppelwochenende Cyclocross-Bundesliga in Bad Salzdetfurth

Beim CX-Rennen in Cloppenburg wurde ich von zwei zwielichtigen Personen meiner Fahrgemeinschaft überredet schnell noch für das Doppelwochenende in Bad Salzdetfurth zu melden. Gesagt, getan – also musste ich auch dort antreten, Ehrensache.

So ging es am Samstag mit dem Auto über die A7 Richtung Hannover und daran vorbei, um pünktlich am Bike- und Outdoorpark anzukommen. Immerhin war ich nicht so nervös vor den Rennen, wie der Erlkönig-Fahrer im Stau hinter mir 😉

Vor Ort machte ich dann mein Material rennfertig, platzierte das Ersatzrad in der Nähe des Depots und ging auf eine erste Trainingsrunde. Schon nach Kurzem wurde mir klar, der Kurs wird hart.
Die Konkurrenz war natürlich beim Auftakt zur Cyclocross-Bundesliga entsprechend groß, daher malte ich mir keine gute Platzierung aus. Und mein Start ging dann auch leider komplett in die Hose und ich fuhr auf dem letzten Platz in die Runde. Doch noch in den ersten beiden Runden sammelte ich gleich ein paar andere Fahrer ein und fand so langsam meinen Tritt.

Trotzdem forderte mir die Runde alles ab und nach 60 Minuten war ich dann körperlich völlig im Eimer. Ich schaute mir dann noch das Hobby-Rennen mit Stefan B. an und machte mich dann auf zu meiner Unterkunft in Sibbesse. Schnell eingecheckt und ab in die nächste Pizzeria – war seeehr lecker 🙂

Am nächsten Morgen ging es gemächlich los, mein Rennen startete ja erst um 15 Uhr. Die Runde wurde heute andersrum gefahren, was mir auf den ersten Blick ein wenig besser gefiel. Ich schaute mir die Rennen der Senioren 2/3/4, Junioren etc. an, um mir von den Pro’s schon den einen oder anderen Kniff abzuschauen. Allerdings machte mich die lange Wartezeit schon etwas nervös, sodass ich lieber eine Trainingsrunde nach der anderen drehte. Mir gefiel die Runde so herum wirklich besser, auch wenn das Rennen wie schon gestern bestimmt sehr hart werden würde. Als wir endlich im Startblock standen, war ich dann guter Dinge eine bessere Platzierung als am Vortag einzufahren. Der Start gelang mir wesentlich besser und die alten Bekannten aus dem Stevens-Cup feuerten mich aus vollen Kehlen vom Streckenrand an.

Doch diesmal machte mir das Material einen Strick durch die Rechnung. Am einen Rad hakte der Schalthebel und am Ersatzrad fiel beim Schalten vorne gerne die Kette runter. Also musste ich das Rennen komplett auf dem großen Blatt fahren, kein Wunder dass ich danach dicke Beine hatte…

Das Wochenende war mit Platz 28 und 29 okay für mich, aber vor allem die Strecke hat mich sehr beeindruckt. Ich glaube, ich werde 2020 wiederkommen! Nächste Woche geht es dann mit dem „Heimrennen“ in Norderstedt im Stevens-Cup weiter, ich freue mich schon drauf.

Bis dahin Kette rechts
Nils Koß