Als Pirat unter Wikingern – Jungfernfahrt als Jahresauftakt

 Der erste Strong Viking dieses Jahr – und der Anfang vom geplanten Ende. Fürstenau stand einmal mehr auf dem Plan für Ewelina und mich. Naja, um genau zu sein nicht nur für uns, sondern für eine ganze Reihe von Freunden und Bekannten- eigentlich der richtige Saisonauftakt (auch wenn der ja eigentlich beim Winterhell war).
Der Tag begann etwas ungewöhnlich: In der Vergangenheit war es so, dass der Wecker klingelte und zwei begeisterte Hindernisläufer dem Start entgegen fieberten. Heute klingelte der Wecker im Duett mit dem Pfeiffen des Windes und eine zärtliche Stimme hauchte mir ins Ohr „Wollen wir liegen bleiben?“ Ich würde lügen wenn ich sagen würde ich hätte nicht darüber nachgedacht.
Nach dem Lehrprobenmarathon vom letzten Donnerstag (wie kreativ man doch sein kann, 9 von 10 Lehrproben mit dem Thema „Heben schwerer Gegenstände“ bedeuten ja nur grob geschätzt drölfundfuffzich Fantastillionen Kniebeuge, ist klar) war der Körper willig auf die Versuchungen meiner besseren Hälfte einzugehen.
Aber der Kämpfer erwachte und mit einem entschieden genuschelten „Nö“ stand ich auf. Ha! Gut, ich musste auch mal wohin. Könnte also auch das fortschreitende Alter sein. Wie auch immer, wir fuhren zum Lauf. Im Laufe der Zeit führte ich im Auto einen Energy-Sonnen-Tanz auf und stimmte den Wettergott damit wohl etwas freundlicher, ließ ihn eventuell vor Lachen vom Stuhl fallen oder verleitete ihn über die Sinnhaftigkeit des Fortbestehens der menschlichen Rasse sinnieren, völlig wurscht. Es regnete nicht. Regen ist nämlich doof. Am Ziel angekommen stieg die Laune. Nicht nur, dass ich dieses Laufserie (quelle surprise) ins Herz geschlossen habe und mein Körper beim Lesen der Schriftzüge „Strong Viking“ anfängt Dopamin und Adrenalin abzusondern, sondern es war auch tatsächlich ein Neuanfang: Mit Ewelina zusammen ging es zum ersten Mal für die Jugendarbeit Möhnesee Pirate Dirt Department an den Start und wir hatten unseren ersten Auftritt gemeinsam mit Osman im Piratendress.

Oliver und Ines, die beiden Seelenfänger, haben glaube ich sehr diabolisch gegrinst. Mit dazu kam Björn bei seinem ersten Strong Viking und Hindernislauf überhaupt. Ob er wohl auch ein Pirat wird? Hm… Thomas, der andere Björn und Robert waren schon kurz nach unserer Ankunft auf der 42km Strecke, wir folgten dann danach, nur Stephanie war leider noch nicht zu sehen als wir uns mit Feuer im Herzen und leuchtenden Augen auf dem Weg in die Startaufstellung machten. Christine mit Jessica, Aifa und Bettina machten heute nur die 13 km.

Erste gute Nachricht: Der Wikingerschwur ist wieder da, das unsägliche batterieleer „we are adventurous“ abgeschafft. Perfekt. Haben das eifrig mit Mitbrüllen gefeiert. Und dann den Viking-Haka getanzt. Wenn man(n) sich beim auf dem Körper trommeln dem blanken Vokalismus hingeben kann ist das einfach herrlich! Voller Elan ging es dann auf die Strecke – man weiß eigentlich erst was man seit Oktober vermisst hat wenn man es wieder bekommt.

Was kann man sagen? Die neuen Hindernisse sind ok. Aber kein Pegboard? Keine Monkey Bars? Keine Ringe? Hm. Hab ich vermisst. Das Low Rig nicht. Meine Fehde geht weiter. Aber ich bin für 2025 guter Dinge. Grob. Die neuen Hindernisse waren gut. Das neue Konbihindernis mit Pegboardklettern, springen und Seilklettern ist echt cool, das Plank-Ringe-Hindernis brutal fordernd und gut machbar, die Rutsche mit Ring ganz witzig und das Schwing-Hindernis mit den Ringen habe ich direkt drei Mal gemacht, das fetzt einfach. Dafür habe ich schon vor dem Start beschlossen auf die Trenches zu verzichten. Ich habe da keinen Spaß dran, warum sollte ich dann wenn es um nichts geht? Nach dem Kettentragen (hatte ich mal erwähnt dass ich die Anspielung auf die Serie Vikings einfach großartig finde?) zickte Ewelinas angeschlagene Leiste, also haben wir auch auf Thors Odyssee verzichtet. C’est la vie.

Am Ende gab es ein Tänzchen auf den Valhalla Steps und die Erkenntnis, dass sich die Reise natürlich mal wieder gelohnt hat. Und nen Kuss. Und Anja haben wir endlich mal am Ende des Laufs auch persönlich gesprochen. Einziger Wermutstropfen des Tages: Ja, manche mögen Matsch. Und bestimmt ist es auch total toll sich grün anzumalen und in Pfützen zu springen um das zu zeigen. Von mir aus kann sich jeder durch sein Benehmen von guter Etikette und rücksichtsvollem Benehmen distanzieren und sich für rebellisch und gesellschaftskritisch halten.

Ich schäme mich dann fremd, erkläre anderen dass das nicht die Normalität ist und gut. Ok, ich rege mich auch ein wenig drüber auf. Aber zwischen Gästen, noch nicht umgezogenen Läufern oder Kindern absichtlich in eine Pfütze springen und dabei laut gröhlen – das ist absolut asozial. Rucksäcke siffig, Taschen versaut, Jacken dreckig. Muss das sein? Anscheinend schon. Super Bild nach außen, echt. Sowas kotzt mich einfach an. Macht einen Fleck auf einen ansonsten sehr geilen Tag!

Jetzt geht es heim, morgen auslaufen und Montag mit dem guten Gefühl zur Arbeit dass die Saison wirklich begonnen hat!
Patrick Saal

 


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