Ötztaler Radmarathon 2016

Wenn im Februar die Auslosung der Startplätze zum Ötztaler Radmarathon stattfindet denkt man noch nicht so richtig an die bevorstehenden Quälereien, vor allem nicht wenn man nach 2012 weiß, dass man wegen 3 erfolglosen Bewerbungen auf jeden Fall seinen Startplatz bekommt. Das Training wird das Jahr über dann aber doch anders aufgezogen als sonst, trotzdem bin ich im Hamburger Umland selten auf annähernd passende Anstiege gestoßen.
Ich reiste also mit Freundin am Samstag direkt aus dem Österreich-Urlaub nach Sölden, wo wir meine Brüder Jens und Jan, wobei nur Jens mit mir den Ötzi fahren sollte, am Hotel in einem Vorort von Sölden trafen. Schnell die Sachen ausgepackt und im Apartment verstaut, dann machten wir uns mit dem Rädern auf eine kurze Runde nach Sölden, um zumindest einen steilen Anstieg getestet zu haben. Abends gab’s dann noch lecker Pasta im Hotel und früh schlafen gehen, auch wenn das Einschlafen bei dem erhöhten Adrenalinspiegel nicht so einfach ist.
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Der Wecker klingelte um halb 5 Uhr morgens, dann hieß es Frühstücken, Umziehen, die Räder ins Auto und auf nach Sölden. Dort versuchten wir uns noch einen guten Platz im Startblock zu sichern und harrten dann der Dinge, die da folgen sollten.
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Zum Rennen selbst brauche ich nicht viel zu schreiben – wer es nicht kennt sollte sich mal anmelden, alle anderen wissen was man während dessen durchmacht. Nur so viel, wenn man 2km vor Sölden noch einen Platten bekommt, könnte man am Straßenrand stehend die Welt zusammenschreien. Doch trotz ein paar Minuten die ich dort verlor, konnte ich mit einer tollen Zeit von 9:51h weit unter der 10-Stunden-Marke, eigentlich mein erklärtes Ziel, bleiben.
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Nach meiner Zieleinfahrt musste ich noch ein paar Minuten auf Jens warten, der am Ende mit 10:41h ins Ziel fuhr. 2020 fahren wir dann hoffentlich noch einmal zu dritt dieses Rennen 🙂
Nils Koß