Endloses Hin und Her oder Triathlon zum abgewöhnen!!!

Bericht von Daniel Pacher                                                                                                                                   .

Es war der zweite Triathlon in diesem Jahr…die Vorbereitung war ganz ok- allerdings hatte ich mir ein paar mehr Rad und Laufkilometer gewünscht…aber was soll’s, es sollte eh nur ein “kleiner Vorbereitungs 70.3er für die WM in Las Vegas werden. Die Erkältung hatte ich wegignoriert, was sich noch als ziemlich unschlau herausstellen sollte…
Also hin da, zum zweiten mal in zwei Wochen, diesmal mit deutlich besseren Wettervorhersagen.
pirate13TriBerlin[1]

Auf den ersten Blick scheint es ja ganz angenehm zu sein, alles an einem zentralen Punkt zu haben: Startunterlagen, Start, Ziel, Rad und Laufstrecke…. Auf den zweiten Blick war es die Hölle!!!
Das schwimmen in der Spree erwies sich wegen des starken Wellenganges um der nicht vorhandenen Trennung zwischen Hin und Rückweg als echte Herausforderung. Ständig müsste man entgegenkommenden Schwimmern anderer Startgruppen ausweichen, die Bojen waren wegen der Welle nicht zu sehen und die Strömung machte auch keinen Spaß…Außerdem bekommt man mit Schnupfen und Husten noch weniger Luft beim schwimmen- das weiß ich jetzt.
Was soll’s, bescheidene Schwimmzeit – ab aufs Rad!
Und das war absolut zum Abgewöhnen!!!!
Drei Runden, dabei auf jeder Runde jeweils viermal über die beiden Startbahnen des ehemaligen Flughafens Tempelhof, danach über drei schmale 90Grad Kurven vom Flugfeld runter, auf der Straße mit 65 Sachen nen Berg runter unten direkt 180 Grad Wendepunkt und den Berg wieder rauf…dann über drei 90 Grad Kurven wieder aufs Rollfeld.
Also pro Runde acht Wendepunkte und sechs neunzig Grad Kurven!!!! Und willenlos aufgestellte Bauzäune, die man in der Aeroposition kaum gesehen hat.
Absoluter Mist! Dazu Wind aus allen Richtungen und Null Zuschauer….

Das gleiche beim laufen. Drei Runden einsam ohne irgendwas am Flughafenzaun entlang.
Großartig…. Nachdem ich mich beim Radeln ziemlich ins Aus geschossen hatte, ging beim laufen nix mehr.
Noch weniger Luft durch den Schnupfen, Stechen in der Brust und Oberschenkel wie Blei. Die unterirdischste Laufzeit meines Lebens für nen Halbmarathon und ein echt schlechtes Gewissen, meinen Herzmuskel betreffend- an dieser Stelle nochmal Entschuldigung.
Da rückt Platz sechs in der AK Echt nach unten durch, so einen Mist mach ich nie wieder.

Fazit: Selbst wenn es nochmal einen 70.3 er in Berlin geben sollte- was ziemlich unwahrscheinlich ist- dann definitiv ohne mich!!! Es sei denn die ändern die Strecke!

Daniel Pacher

www.Fortbewegung.com

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