Erster Saisonsieg beim GripGrab-CrossCup im Cyclocross-Land Volksdorf

Eigentlich ist die Saison für die Cyclocrosser mit dem Finale des Stevens-Cyclocross-Cup in Buchholz beendet, doch der Verein Cyclocross-Hamburg lässt es sich nicht nehmen am Wochenende der Cross-WM noch ein Event auf die Beine zu stellen. Für den GripGrab-CrossCup wurden zwei Tage mit verschiedenen Workshop, Events, Unterhaltung vor allem für die Kleinen und Rennen geplant.
Die Woche vor dem Rennen über grübelte ich, ob ich nach einer sowieso schon langen Wintersaison noch ein Rennen fahren sollte, bei dem die Aussicht auf viel Schlamm, Matsch und Dreck eigentlich vorprogrammiert war. Aber der Wetterbericht zeigte zumindest keinen Regen von oben an, somit meldete ich mich, auch ein wenig um die Bemühungen des ausrichtenden Vereins zu würdigen. Am Vortag des Rennens legte ich dann meine Trainingsrunde so, dass ich schon einmal einen Blick auf die Streckenverhältnisse werfen konnte. Wie zu erwarten, gab es große und kleine Pfützen, sowie tiefe und nicht so tiefe Schlammlöcher. Aber auch einige gut fahrbare Passagen wurden bestens präpariert.
Sonntag machte ich mich dann bei trockenem Wetter auf den Weg ins Cyclocross-Land. Die Konkurrenz am Start war nicht gerade riesig, aber der Name Peter Herrmann flößte einem schon ein wenig Respekt ein 😉 Aber egal, das Rennen muss ja erst einmal gefahren werden und aufgrund der schweren Bodenverhältnisse hatte ich mich entschlossen an vielen Stellen das Rad zu schultern und zu Laufen, was sich am Ende definitiv bezahlt machen sollte. Vom Startloop etwas außerhalb der eigentlichen Strecke ging es sozusagen die einzige Gerade auf die Strecke und ab da fing der „Cross-Duathlon“ an. Den Start gewann ich und ging mit einer Radlänge Vorsprung auf die Gerade. Vor dem ersten Matschloch setzte sich ein Local Hero vor mich, doch ich konnte dran bleiben. Und in der nächsten Matschpassage konnte ich ihn laufend wieder überholen, während er fahrend im Schlamm stecken blieb. Meine Taktik ging voll auf: Die matschigen Passagen laufen und dort, wo man fahren konnte, bloß keine Fehler machen. So konnte ich Runde für Runde meinen Vorsprung etwas ausbauen und fuhr am Ende mit knapp 30 Sekunden Vorsprung meinen ersten Sieg bei einem Crossrennen ein 🙂
Mein Dank geht vor allem an den Veranstalter, der echt ein tolles Event für Groß und Klein auf die Beine gestellt hat. Gerne im nächsten Jahr wieder!
Weiter geht es dann ab April auf dem MTB.
Nils
PS: Meine Schulter ist immer noch blau und tut weh vom vielen Rad schultern 😉
PPS: Foto von Silke Heaney