Kronplatz King 2018-ein Mountain Bike Marathon mit ganz viel Potential!

….“wir fahren nach St. Vigil zum Biken-Marianne-ihr müsst da mal mit! Da gibt es auch ein ganz tolles Rennen. Das ist aber ganz schön brutaaal hart.“ Marianne….ooooh….uuuuh, ich weißt nicht, die Abfahrt auf dem einen Trail…ob duuu das schaffst…da muß selbst ich mich schwer zusammenreißen…und die Anstiege…steeeeil und das auf Schotter…“

Die oben zitierten Sätze anno 2015 von meinem guten Freund Ubi klangen mir einmal wieder in den Ohren, als wir uns auf den Weg in’s wunderschöne Südtirol machten. Dieses Jahr sollte es endlich soweit sein. Ich wollte mich den Herausforderungen am Kronplatz stellen.

Vorab noch ein paar Fakten:  Der Kronplatz ist ein 2275 Meter hoher Berg in den Dolomiten und gilt als Hausberg von Bruneck. Er bietet von mehreren Seiten die Möglichkeit, mit diversen Ski-Liften im Winter befahren zu werden. Auch im Sommer ist das Angebot an Outdoor-Aktivitäten groß. Besonders attraktiv für Mountainbiker sind die angelegten Flow Trails in der Ferienregion Kronplatz. Ein paar dieser richtig guten Flow’s sind auch teil des oben genannten Rennens mit dem sehr aussagekräftigen Namen „Kronplatz-King“. Start und Ziel dieser Veranstaltung sind nämlich keineswegs am gleichen Fleck. Während der Start in St. Vigil erfolgt, befindet sich das Ziel auf dem Gipfel des Kronplatzes. Zwei Strecken sind im Angebot, beide abwechslungsreich und das krasse Gegenteil zu einer Sonntags-Ausfahrt in welligem Terrain:

Kronplatz-King:  81km/3310hm

Prince-Classic: 50km/2150hm

Den willigen Rennteilnehmer erwarten einige Highlights-mit einem steilen Finale. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wer auf seinem Bike sitzend das Ziel erreichen will, muß das wirklich wollen und sollte sich seine „Körner“ auf der Strecke gut einteilen. Eine lange 18% Auffahrt zum Ziel lassen den Ein- oder die Andere schon mal Sternchen sehen. Die Belohnung wartet im Zielbereich: ein Waaaahnsinns-Ambiente mit traumhalften Blick.

Soweit zu den Fakten.

Da stand ich nun im Startblock zusammen mit meinen Freunden Pia und Ralf vom Katrin Schwing Trek Team. Die Stimmung war spitze! Vom doch eher feuchten Wetter des Vortags waren nur noch ein paar kleine nasse Stellen auf dem Boden übrig geblieben. Zumindest auf dem Asphalt.Und der Streckencheck des oben beschriebenen „Problem“-Trails am Vortag ist ganz passabel verlaufen.

Zuerst starteten die Starter der Langstrecke um 8Uhr. Wir waren 15min später an der Reihe. Nach einer etwa 2km langen relativ flachen Anfahrt auf Asphalt, kam der Abzweig auf Wald und Schotter. Der erste Anstieg gab schon einen kleinen Vorgeschmack auf das noch folgende.

Nachdem die ersten paar hundert Höhenmeter im Kasten waren, kam sie….die Ubi-Abfahrt. Ich hatte die Nacht davor recht unruhig geschlafen deshalb. Zwei Jahre hab ich mich mit diesem Trail  gedanklich auseinander gesetzt und auch geübt.

Was soll ich sagen. Es lief wie geschmiert! Richtig Spaß hat’s gemacht!

Das gab natürlich nochmal einen Motivationsschub für den weiteren Rennverlauf. Nach der Abfahrt ging es auf welligen Trails entlang des Flusses in Richtung Pederü, einem Refugium im Fanes-Senes-Naturschutzgebiet. Durch die vorangegangenen Regenfälle war der Boden an manchen Stellen doch recht naß. So gab es auch mindestens fünf Flussbett-Durchfahrten.

In Pederü angekommen, gab es einen Wendepunkt mit Verpflegungsstation. Auf der anderen Seite des Flußes auf gleichem Untergrund ging es dann zurück in Richtung St. Vigil auf den langen Anstieg zum Kronplatz-Gipfel, gespickt mit ein paar Trails, über den Furcia-Pass. Ich hatte mir tatsächlich noch ein paar Körner aufgehoben für den Schlussanstieg. Hier ist nicht nur Kondition, sondern auch Koordination gefragt. Wie verlagere ich mein Körpergewicht am Besten, um nicht vom Rad zu fallen 😉

Endlich war es soweit…noch ein paar Meter

Überglücklich war ich, als ich über die Ziellinie gefahren bin. „Ubi, ich hab’s geschafft!“ hab ich gedacht. Was ne harte Nummer!!!

Zwar bin ich knapp am AK-Podium vorbei auf Platz 4 gelandet (Gesamtplatz 6 Damen auf der kurzen Strecke), jedoch war ich echt richtig zufrieden.

Mein Fazit: ein klasse Rennen mit absoluter Mit-Mach-Empfehlung! Abwechslung pur in genialer Landschaft! Ein Event, welches aus meiner Sicht den größeren Veranstaltung in der Dolomiten-Region das Wasser reichen kann.

Ich komme wieder-keine Frage!

Kette steuerbord,

Nina a.k.a Marianne

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