Wurmberg Challenge

Premiere der Wurmberg Challenge, da darf man natürlich nicht fehlen, dachte ich mir. Zudem ist es nicht weit von Hannover entfernt, also gleich mal wieder die Heimat besuchen. Anreise am Freitag, Startunterlagen abholen und beim Bierchen so schauen, wer noch alles an den Start geht. So war der Plan. Startnummer war nicht das Problem, wenn man erstmal die Ausgabe gefunden hatte. War erst ausgeschildert, wenn man kurz davor stand.

Dann wollte ich zur angepriesenen Pre-Race-Party für Bier und was essen. Ausschilderung, muss wohl gerade entfernt worden sein. Der Musik gefolgt kam ich letzten Endes doch dort an. Eine kleine gemütliche Hütte an der Talstation in Braunlage. Alles Überschaubar, ein Bratwurststand und Bierausgabe, die Hütte mit Musik und dahinter ein paar Dixitoiletten. Es haben sich dann doch auch tatsächlich ein paar Läufer dorthin verirrt, suchten aber erstmal die Startnummernausgabe. Das Bier, Eigenproduktion aus der Region, war ok, alle Sorten einmal durchprobiert, zwei drei Bratwürste dazu und der Abend war gerettet.

Am nächsten Morgen, erstmal Frühstücken und auf den Start vorbereiten. Vorteil meiner Unterkunft war, das sie 200m vom Start entfernt lag. Wechselklamotten noch kurz deponiert und dann ging es an den Start.

Da ich nur die 12 km „Kill me“ Runde gelaufen bin, war mein Start um 10:30 Uhr. Zwei Startwellen waren allerdings noch vor mir, bis es dann 10:50 Uhr endlich losging. Ein kleiner Sprung in den Knietiefen Teich, eigentlich. Es sei denn, man verliert das Gleichgewicht und macht einen entspannten Bauchklatscher, war ja so geplant 😉

Dann kam eine kleine Runde durch den Ort und schon ging es an der Seilbahn bergauf, warum haben wir nicht die Seilbahn genommen? Auf dem Weg nach oben waren ein paar Kriechhindernisse, leider nicht besonders stabil, und eine Holzwand, OK, Standard bei Hindernisläufen.

Der Wagen mit dem Holz war nicht schlecht, allerdings war bei den Stämmen auf der Rückseite die Rinde schon ab. Das merkt man allerdings erst, wenn die Schuhe wegrutschen. Hier wäre ein Streckenposten oder eventuell ein Sanitäter nicht schlecht gewesen. Nach dem Wagen ging es weiter Bergauf. Eine kurze Slalom Schleife auf der Skipiste, warum man erst runterläuft, wenn es dann wieder hoch geht, ich werde es nie verstehen. Dann kamen wir schon Richtung Sprungschanze. Aufgebaut war eine kleine Rutsche, allerdings nahm sie kein Ende und die Läufer sind dann über die Abgrenzung auf den Kiesweg gerutscht, Läuferrisiko. Die Rutsche wurde dann auch aus Sicherheitsgründen rausgenommen. Blieben also „nur“ noch die Stufen hoch zum Gipfel, bis auf die letzten Meter war es auch nicht schlecht, da standen wir dann noch ein letztes Mal an. Zwei Seile zum Abseilen, bei 200 Läufern, das staut sich dann doch ein wenig, aber ich hatte Glück und kam vor dem großen Ansturm an die Reihe. Kurz Abseilen und danach über die Holzwand und dann war der Gipfel erklommen.

Oben gab es eine kleine Matschgrube, war dann doch nicht mehr ganz so viel Wasser drin, aber zum dreckig machen hat es gereicht. Zufällig war hier dann auch mal ein Fotograf unterwegs.

Nach dem Schlammloch ging es nur noch Bergab, 4km lang. Zwei kleine Holzwände und die Reise ging weiter hinab. Nach 2 km war es dann aber auch ein wenig langweilig, nur runter zu laufen, egal.

Im Zielbereich waren noch ein paar kleine Hindernisse zu bewältigen und dann war es geschafft. Nach gut 2 Stunden war die Runde auch vorbei.

Leider war der Zielbereich gute 700m vom Start und der Kleiderabgabe und von dort nochmal 200m zur Dusche. Diese war genau neben meiner Unterkunft. Ein kurzer Blick in den Umkleidebereich hat gereicht und ich bin ab zur Unterkunft, das hätte dann doch zu lange gedauert.

Leider war die After-Race Party genauso gut besucht, wie die Pre-Race Party, so habe ich es mir in der Unterkunft mit dem Probierpack von Störtebeker gemütlich gemacht.

Wenn man noch ein paar schöne und stabile Hindernisse einbaut und die Orga überarbeitet kann aus dem Lauf was schönes werden.

Bis bald, Euer Jan

 

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